Liebe LeserInnen

Die Schweiz liegt gefühlt auf der anderen Seite unseres Planeten.

Aus den Augen bedeutet jedoch nicht zwangsweise aus dem Sinn. 
everystepanadventure auf blogspot bietet euch die Möglichkeit, regelmässig an meinen Erlebnissen und Eindrücken in Südostasien teilzuhaben. 
So liegt es jetzt an mir, die Kommunikationsmöglichkeiten auszureizen und euch an meinen Schritten teilhaben zu lassen.. 

somit, bis auf gelegentlich wieder! 





Mittwoch, 11. Mai 2011

Abtauchen

Pro und Kontra zum Aufenthalt unter Wasser

Wenn Leute in Tauchshop reinlaufen und mich mit ihren Heldentaten aus vergangenen Tagen belabern, die sie unter Wasser vollbracht hätten, kann ich nur verständnislos den Kopf schütteln.
Mit komprimierter Atemluft viel tiefer als dreissig Meter zu tauchen ist einfach Schwachsinn, da ab 30m der Stickstoff durch den Umgebungsdruck narkotisch zu wirken beginnt. Beeindruckend, was bereits alles gesehen und erlebt wurde..
Unter Wasser sind die Maulhelden jedoch oft blutige Anfänger, die davon abgehalten werden müssen, die Riffe mit Flossen und Händen zu durchackern. Die so sehr mit sich selbst und ihrer Kamera beschäftigt sind, dass sie ohne den Zeigefinger ihres Guides nicht viel mehr als das von ihnen aufgewühlte Wasser und davonstiebende Fische gesehen hätten.

Zum Glück ist das Gross der Kundschaft von Poseidon, meinem Tauchcenter, vom angenehmen Schlag Taucher. Menschen, die Rücksicht nehmen auf die Natur, die Tierwelt und ihre Flossen. Eines meiner Hauptanliegen an meine Gäste, doch selbst wenn alle Taucher so tauchen, leidet die Natur unter dem regen Verkehr unter Wasser. Tiere, auch wenn sie nicht angefasst werden, werden durch den Lärm der Luftblasen gestört, die wir verursachen. Schildkröten und Haie verziehen sich an wenig betauchte Plätze, um ihre Ruhe zu haben. Korallenstöcke werden doch immer mal wieder gestreift und beschädigt. Es werden hunderte Liter Diesel pro Tag verbrannt, um die Schiffe aus den Häfen an die Tauchplätze zu fahren. Ein durchschnittliches Tauchboot frisst 90l pro Betriebsstunde. Durch die Wasserkühlung der Motoren gelangt Öl und Treibstoff ins Meer, der Film auf dem Wasser der sich bildet, wenn die Boote still stehen, ist unübersehbar.

Doch..
die Tauchindustrie birgt auch positive Seiten. Sie betreibt aktiven Umweltschutz durch Aufklärung, Säuberungsaktionen und hält die Fischerflotten von den Riffen fern. Die Reussen, die verfangenen Netze an und über den Riffen und vereinzelt Scubataucher mit Harpunen sprechen eine deutliche Sprache, was die lokale Bevölkerung von den Gesetzen zum Schutz ihrer Nationalparks hält.
Abgesehen davon registrieren Umweltschützer, Wissenschaftler und die betroffenen Nationen eine viel gravierenderes Phänomen: neben der massiven Überfischung der Hai-, Wal-, Thunfisch und den meisten anderen Fischbeständen, die das Gleichgewicht an den Riffen bereits empfindlich durcheinanderbringen, sterben die Korallen durch die hohen Wassertemperaturen. Durchschnittliche 26-28° Celsius Wassertemperatur bekommt den Korallenriffen. Durch das Wetterphänomen El Nina wird durch den Wind warmes Wasser über den Pazifik nach Südostasien getrieben, was die Wassertemperatur im April und Mai über 30° schnellen lässt. 31° mass mein Tauchcomputer bei meinem letzten Tauchgang..

allerdings brachte ein Jucken im Zeigefinger auch erfreuliche Ergebnisse aus der Tiefe. Ein Artenreichtum an Schnecken, wie er nur unter Wasser zu finden sind:


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