und deren Antonyme!

Angefangen bei den beiden Kleinen. Sie wachsen und gedeihen trotz nicht ganz einfachen Umständen. Sie sind meine steten Begleiter: zu Hause, in der Schule, auf dem Motorrad, im Tauchshop und gestern haben sie ihre ersten Schritte auf dem Tauchboot gemacht.
Unser Deal: Ich kümmere mich um sie nach bestem Wissen und Gewissen. Sie müssen den Rückgrat mitbringen, meinen Lebensstil mitleben. Sicher, die ersten paar Tage war ich nicht tauchen und ich versuche es ihnen so katzengerecht wie möglich zu machen. Doch die Kleinen haben ein dickes Pelzchen. Normalerweise könnten sie sich ja einfach an den Bauch ihrer Mutter kuscheln..
Beide haben sie ihre Nabelschnürchen abgestossen und beginnen immer öfters, ihre Umgebung zu erkunden. Immer mit der Nase voran. Sie sind noch immer blind und gehörlos. Diese beiden Sinne sind erst im Begriff, sich zu entwickeln. In den nächsten Tagen dürften sie ihre Augen öffnen und zum ersten Mal das verschwommen wahrnemen, was ihre Nasen bereits bestens kennen. Ihre Krallen werden zu Rasiermesser, im gleichen Tempo, wie sie mich als milchspendenden Papa akzeptieren und meine stete Anwesenheit verlangen. Unsere Beziehung wird wohl nicht ganz ohne Kratzer bleiben und meine Geduld in Punkto Katzengeschrei aufs härteste herausfordern!
Immerhin hatte ich mal Zeit, mich darüber zu informieren, was alles zu meinen Aufgaben gehört. Anspruchsvoll ist es nicht, nur braucht es eine Menge Zeit und Geduld, bis die Kleinen selber für sich einstehen können.
Bereits sind sie eine Woche alt und erobern die Herzen im Sturm, wo sie auch immer ihre Schnäuzchen aus ihrer Kiste stecken.




Jet, die Mama der Kleinen ist in der Nacht auf heute gestorben.
Statt sich von der Operation zu erholen, kämpfte sie mit inneren Blutungen, war matt und nicht wieder zu erkennen. Es zerriss mir das Herz, sie in ihrer Appetit- und Antriebslosigkeit leiden zu sehen. Als die Blutungen begannen und sie überall wo sie sich hinsetzte ein Stückchen Leben liess, brachte ich sie schweren Herzens wieder in die Tierklinik. Ich hoffte ihr damit nochmals ne Chance geben zu können.
Sollte nicht sein und damit schloss sich der Kreis. Mit ihrem ersten Wurf schenkte sie zwei neue Leben, auch wenn sie dafür ihr eigenes hergeben musste.
Jet wird mir fehlen. Besser gesagt, sie fehlt mir schon seit der Geburt ihrer Kids. In der Natur wäre bereits die ihr Todesurteil gewesen. All die angenehmen Momente, die eine aufgeweckte, kuschelige Jungkatze, die vollstes Vertrauen in einen gefasst hat, so mit sich bringt, sind nur noch Erinnerung. Zumal ich für Katzen nicht besonders viel übrig hatte, bevor Jet mich mit der ihr eigenen Art und Weise gewann.






Wie geht’s mir dabei?
Der Verlust von Jet trifft mich sehr. Wie viele gemeinsamen Stunden und glücklichen Momente haben wir zusammen verbracht? Unendlich viele. Sie war stets präsent, wenn ich wach zu Hause war. Wie regelmässig haben mich ihr Charakter, manchmal ihre Einfältigkeit zum lachen gebracht! Mit ihrer Präsenz hatte ich nie das Gefühl, alleine zu wohnen – sie war immer da. Sobald sie das Knattern meines Motorrades vernahm, kam sie angerannt und war im Haus, sobald die Tür aufging. Meine kleine Stimmungsheberin wird so leicht nicht zu ersetzen sein. So wies ausschaut brauchts gleich zwei Katzen für einen gleichwertigen Effekt;)
Die blinden beiden Fellknäuelchen brauchen bald nicht mehr diese intensive Betreuung über Nacht. Das heisst, wenigstens über Nacht mal mehr als nur zwei Stunden Pause von ihnen. Mit ihren nun schon sieben Tage, brauchen sie nachts nur noch alle 4 Stunden warme Milch auf den Magen. Ich hab den Schlaf bitter nötig, es ist wie ne Folter, knapp alle zwei Stunden geweckt zu werden, um Kätzchen zu füttern! Anderthalb Stunden Schlaf, halbe Stunde für Füttern und Körperpflege usw. Da würde es ewig in den Tag hineindauern, bis ich mich mal ausgeschlafen bin. Nur, soviel Zeit ist mir nicht gegeben und so prügle ich mich mehr taub als lebendig durchs Tagesprogramm.
Ab heute ist Besserung in Sicht!