Liebe LeserInnen

Die Schweiz liegt gefühlt auf der anderen Seite unseres Planeten.

Aus den Augen bedeutet jedoch nicht zwangsweise aus dem Sinn. 
everystepanadventure auf blogspot bietet euch die Möglichkeit, regelmässig an meinen Erlebnissen und Eindrücken in Südostasien teilzuhaben. 
So liegt es jetzt an mir, die Kommunikationsmöglichkeiten auszureizen und euch an meinen Schritten teilhaben zu lassen.. 

somit, bis auf gelegentlich wieder! 





Montag, 30. August 2010

Wieder vereint

Endlich mal wieder Käse!

Lange ists her, seit dem letzten Blogeintrag! So lange, dass von fleissigen Leser/Innen bereits besorgte Anfragen eingetroffen sind, ob noch alles zum Besten stehe..

Mal abgesehen von der eben hochgeladenen Katzenstory steht alles zum Besten. Mein Engel war sechs Wochen zu Besuch. Eine wunderschöne und intensive Zeit, so dass ich gar nicht dazu kam, meinen Rechner hochzufahren um die Erfahrungen zu teilen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ihres Besuches: ich nahm mir zwei Wochen frei, um mit ihr die Gegend zu erkunden. Ausflüge dieser Art kommen für gewöhnlich zu kurz im Tagesbusiness. Umso schöner war es, die Kamera dabei mit zu haben, um auch euch an den Eindrücken teilhaben zu lassen.

Des weitern bin ich endlich ganz zum Tauchguide ausgebildet! Das freut unsere deutschsprachigen Gäste und mich natürlich im Besonderen! Nach langen acht Monaten habe ich die Ausbildung in der Tasche und endlich die Gelegenheit, alleine mit den Gästen raus zu fahren! Es gibt nichts schöneres, als selbst zu bestimmen, wo’s lang geht unter Wasser! Sobald die Sicht unter der Wasseroberfläche wieder regelmässig über 15m liegt, darf auch die Kamera wieder mit. Im Moment lohnt sich eine Kamera nur gerade für Makroaufnahmen. Für Aufnahmen mehr als einen Meter entfernt, muss sich das Licht erst durch einen starken, natürlichen Partikelfilter kämpfen, was die Bilder seehr milchig erscheinen lässt. Für meinen Erfahrungsschatz allerdings waren die teilweise beengenden Sichtdistanzen unter Wasser nur förderlich. Es navigiert sich plötzlich ganz anders, wenn nur drei Meter weit gesehen werden kann..! Allerdings scheints wieder besser zu werden. Im Moment sind auch die Winde günstig, so dass wieder Tauchgebiete angefahren werden, die während der heftigeren Phasen der Regenzeit wegen zu unruhiger See unantastbar waren.

So, die Jungmannschaft in der Brusstasche ist gesättigt und schläft nach ner halben Stunde Entdeckungskrabbeln wieder. Zeit, einige Fotos hochzuladen.

Diesmal gings die 1234 Treppen zum Tiger Cave Tempel hoch. Dem höchstgelegenen Buddha-Tempel in Thailand. Quasi der Haustempel von Krabi auf 600m über dem Meeresspiegel. Bei zu schönem Wetter ist dieser Aufstieg eine echte Strapaze. Diesmal brauchten wir 19 Minuten im Eiltempo. Der Durchschnitttreppensteiger braucht wohl etwa das Doppelte, wenn nicht gar ne Stunde;)

Familienzuwachs

..nicht ganz so wie geplant

Was so aufregend begonnen hatte, endete tieftraurig. Anstatt nach dem Aufstehen heute morgen ein Korb voll munter zappelnder Katzenjungen anzutreffen, saugten deren zwei an den Zitzen meiner leidenden Jet. Das waren jene beiden, die bereits geboren waren, als ich zu Bett ging. Eine einsame Pfote von einem dritten Jungen streckte sich ins Freie. So heftig die Wehen auch waren, der Rest wollte nicht kommen. So wies ausschaute steckte es bereits seit Stunden in dieser unglücklichen Position fest.

Das war’n Grund für mich, beim Tierarzt nachzufragen, ob das so in Ordnung wäre. Die erste Katzengeburt und ich ohne Plan, wie einzugreifen, wenn was schief läuft.

Eine in Eile aufgebotene Kollegin brachte mich zur Tierklinik, wo wir mit dem Ultraschall feststellten, dass es insgesamt fünf Katzenjunge gewesen wären. Die drei im Bauch verbliebenen Jungen sollten mittlerweile per Kaiserschnitt geborgen worden sein. Leider nicht mehr lebend, doch ich hoffe, dass wenigstens dass Katzenmami überlebt und ihre beiden Bälger wieder übernehmen kann.

Bis sie sich soweit von der Operation erholt hat, wird mir die Aufgabe zu teil, mich um die beiden Jungen zu kümmern. Das heisst, alle zwei Stunden mit warmer Milch füttern, putzen, den Bauch reiben, damit sie ihr Geschäftchen machen können nachdem sie getrunken haben und sie warm halten. Letzteres habe ich mit einem Tuch gelöst, das mir nun um die Schultern hängt. So haben sie die dringend benötigte Körperwärme. An das Füttern mit der Spritze müssen wir uns alle erst gewöhnen. Ich denke noch gar nicht daran, dass ich ab jetzt nachts alle zwei Stunden aufstehen werde, um die Kleinen zu füttern..

Die erfreuliche Sache, wenigstens zwei kleine Babys sind da und ihre Mama sollte morgen zurück sein. Ich hoffe ganz fest, dass sie trotz Operationswunde das Stillen der Kleinen übernehmen kann, andernfalls werde ich neben meinem Job als Tauchguide wohl auch noch Katzenpapi und die Kleinen kleine Meerkatzen. Denn eins ist sicher, wenn dieser Fall eintreten sollte, werden sich die Beiden an Tauchboote, Wind, Wetter und Wellengang gewöhnen müssen..

Hier die ersten Bilder meiner zwei Kleinen. Gerade mal zwölf Stunden alt!