Liebe LeserInnen

Die Schweiz liegt gefühlt auf der anderen Seite unseres Planeten.

Aus den Augen bedeutet jedoch nicht zwangsweise aus dem Sinn. 
everystepanadventure auf blogspot bietet euch die Möglichkeit, regelmässig an meinen Erlebnissen und Eindrücken in Südostasien teilzuhaben. 
So liegt es jetzt an mir, die Kommunikationsmöglichkeiten auszureizen und euch an meinen Schritten teilhaben zu lassen.. 

somit, bis auf gelegentlich wieder! 





Dienstag, 12. Oktober 2010

Highlights der Natur

aus der Provinz Krabi..
So, diesmal ein Beitrag, der die unschlüssigen, vom kalten Wetter gezeichneten, in Sachen Urlaubsplanung vielleicht vom Süden Thailands überzeugen wird;)
Es gibt so die eine oder andere wirklich schöne Ecke hier in der Gegend. Mal abgesehen von Stränden, traumhaften Inseln und Tauchtrips gibts auch im Inland das eine oder andere Ausflugsziel. Vom Chrystal Pond, einem glasklaren, ca. 15m tiefen Wasserbecken mitten im Dschungel habe ich leider keine Fotos. Das Wasser ist so klar, das einen das Gefühl bschleicht, vor einem kleinen, 3 Meter tiefen Seelein zu stehen, so nah scheinen die darin versunkenen Baumstämme. Doch der Eindruck täuscht!
Bei heissem Wetter ist das natürliche Wasserbecken von der Grösse eines Schwimmbades, das mit dem klaren Wasser gespiesen wird, eine wahre Erfrischung. Unter der Woche trifft sich normalerweise die lokale Bevölkerung da zu ner Abkühlung. Sind die Aussentemperaturen wie heute mit 28 Grad eher kalt, empfiehlt sich ein Bad in den Thermalquellen, 4 Kilometer weiter;)
Die meisten Meeresarme, die weit ins Inland führen, sind mit Mangroven gesäumt. Was interessante Kanufahrten zu verschiedensten Kalksteinhöhlen ermöglicht. Wer es bequemer mag, für den fahren auf gewissen Armen auch die hier verbreiteten Longtailboote in gewisse Bereiche rein. Die Idylle leidet jedoch schwer unter dem knatternden Motor bei diesen Trips. 
Meine persönlichen Favoriten sind all die Spitzen, von wo aus sich weit über die Landschaft hinaus schauen lässt. Da gibts einerseits den bereits vorgestellten Tiger Cave Tempel, zu dem eine ziemlich steile, jedoch im Gegensatz zu den Dschungeltreks komfortable Treppe hinaufführt. Wer dem Weg weiter folgt, der einen zum höchsten Punkt der mehrstufigen Huay Toh Wasserfällen führt, wird einen unvergesslich abenteuerlichen Aufstieg zu einem der mittelhohen Gipfeln in diesem Nationalpark erleben. So alleine im Dschungel wird einem bewusst, wie klein wir doch eigentlich sind und wie uns erst die ganzen motorisierten Hilfsmittel in die Lage versetzen, diese Riesenbauwerke der Natur zu zähmen..ein erstklassig und selten begangener Weg durch Primärwald. Einer der wenigen, übriggebliebenen Plätze bei dem der ewige Kreislauf von Geburt, Wachstum und wieder Platz schaffen für neues Leben so unmittelbar in seiner Ganzheit auf einen einwirkt und erfassbar ist.
Um dieses beeindruckende Naturreservat und Wasserspeicher für mehrere Provinzen in seiner Ganzheit zu erfassen, ist eine kleine Rundreise durch eben diese Provinzen angesagt. Die Wege durch den dichten Urwald sind nicht miteinander vernetzt und die unter Schutz gestellte Fläche nicht klein. 
Ein weiteres Highlight, das ebenfalls nur durch einen traumhaften Aufstieg durch Dschungel und mediterran anmutende Plateaus erreicht wird, ist eine Felsnase zwischen Ao Nang und Tup Kaek. Von verschiedenen Punkten bieten sich bezaubernde Aussichten weit übers Meer und weit ins grüne Inland. Eine der wenigen Möglichkeiten, den marinen Nationalpark, der über 50 Inseln umfasst und vor den Gestaden meiner Wahlheimat liegt in nahezu seiner Ganzheit zu erfassen. Ein toller Platz, der einen für die Strapazen des Aufstiegs und die verlorenen Liter Schweiss selbst an kühlen Tagen fürstlich belohnt. 
Dann gäbe es da noch...
Doch das wären zu viele Zeichen auf dem Monitor für dieses Mal. Deshalb einige Eindrücke zu den eben beschriebenen Locations:

Freitag, 8. Oktober 2010

Endlich wieder Tauchen

nach 3 Wochen Abstinenz!
Beinahe 3 Wochen war Tauchabstinenz angesagt. Nicht wie bei den Fischern in Krabi wegen überfischten Gewässern (kein Scherz!) sondern wegen Tropeninfektionen der Haut. Nicht das erste Mal, das mich dieses Phänomen zur Pause drängt. Mittlerweile hab ich den Dreh raus, wie ich sie schnell wieder wegkriege. Doch über die Ursache herrscht weiter heiteres Raten. Selbst der Hautspezialist der Provinz konnte mir nicht mehr raten, als Beine und Hände regelmässig gut zu waschen! Wie toll ist das denn. Wenn's darum geht, die Entzündungen zu behandeln, sind sie sofort mit Antibiotika, Entzündungshemmer und Kortison zur Hand. Bei der Erwägung der Ursachen: grosse Augen und Ausflüchte.
Klagen beiseite! Die Winde drehen, das Wetter ist unbeständig und das Tauchen dadurch ein Abenteuer. Doch alles noch da. Die seit der Korallenbleiche im April noch immer weissen Korallen (dauert 5-10 Jahre, bis sie sich komplett erholt haben werden). Phänomenale Unterwasser-Architektur mit kurzen Tunneln und Felsköpfen im Riff und ne Menge Riffbewohner. 
Dadurch, dass der Wind gerade aus Nord-Osten bläst, konnten wir geniale Plätze betauchen, die bei anhaltendem Westwind in der Regenzeit nicht angefahren werden können. 
Hier einige Eindrücke:
Korallenbleiche (Wikipedia):
Korallen sind lebende Organismen. Sie gehören zu den Nesseltieren und siedeln auf einer Kalkschicht, die von Jahr zu Jahr wächst. Werden die Korallen krank und sterben ab, verliert der Korallenstock seine Farbenpracht. Nur das weiße Kalkgehäuse, in dem sie einst lebten, bleibt zurück. Dieses Phänomen kann örtlich begrenzt, aber auch großflächig auftreten und wird Korallenbleiche genannt. Sie tritt oft bei zu hohen Wassertemperaturen auf. Die meisten Forscher machen die Globale Erwärmung für den Tod der Riffe verantwortlich.
Korallen leben mit Zooxanthellen (Algen) in einer Symbiose (gegenseitige Abhängigkeit) zusammen. Mit ihrer sehr intensiven Photosynthese erleichtern die Zooxanthellen die Fällung von Kalk zum Bau des Korallenskeletts. Die Korallen werden von ihnen mit Kohlenhydraten versorgt. Doch die Zooxanthellen sind empfindlich gegenüber UV-Licht und Wärme. Wird das Wasser zu warm, beginnen diese Algen Giftstoffe zu produzieren. Das stresst die Korallen, denn wenn sie diese Giftstoffe aufnehmen, sterben sie ab. Deshalb stoßen sie die Algen aus. Ohne die Zooxanthellen können die Korallen nur schwer allein überleben. Denn ihr Wachstum hängt stark von ihren pflanzlichen Symbionten ab. Kehren die Zooxanthellen über einen langen Zeitraum nicht zurück, sterben die Korallen ab. Übrig bleibt der weiße Kalkmantel, das Gerüst, in dem die Nesseltiere einst lebten. Immer häufiger kommt es durch die Globale Erwärmung zu einer andauernden Überhitzung der Ozeane. Dadurch können sich die Korallen nicht wie in der Vergangenheit üblich, schnell wieder erholen. Ganze Riffe fallen der Korallenbleiche zum Opfer und sterben großflächig ab. Die erhöhte Wassertemperatur führt nicht nur zur Korallenbleiche, sondern verringert auch die Fortpflanzungsfähigkeit der Korallen, die bisher unbeschadet überlebten. Durch die Umweltverschmutzung gelangt immer mehr Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre. Die Ozeane nehmen das Kohlenstoffdioxid auf und werden dadurch immer saurer. Das wiederum behindert die Kalkneubildung der Riffe. Die Korallen müssen immer mehr Energie aufwenden, um sich ihren Untergrund zu schaffen, auf dem sie leben können.