Liebe LeserInnen

Die Schweiz liegt gefühlt auf der anderen Seite unseres Planeten.

Aus den Augen bedeutet jedoch nicht zwangsweise aus dem Sinn. 
everystepanadventure auf blogspot bietet euch die Möglichkeit, regelmässig an meinen Erlebnissen und Eindrücken in Südostasien teilzuhaben. 
So liegt es jetzt an mir, die Kommunikationsmöglichkeiten auszureizen und euch an meinen Schritten teilhaben zu lassen.. 

somit, bis auf gelegentlich wieder! 





Sonntag, 15. Mai 2011

RIP Serm

Heute vor einem Monat waren wir zum letzten Mal gemeinsam unterwegs. Der Abend war selten witzig! Ich hatte lange nicht mehr so gelacht wie ab deiner Mixsession im Red Balcony. Wärste nach den Session am Pooltable doch mit uns nach Hause gefahren, dann hätte am Songkranmorgen nicht das Telefon geklingelt mit der Nachricht, dass du nicht mehr unter uns weilst.
Kein Tod ist sinnlos. Ich weiss, du hattest ein erfülltes Leben. Doch wer weiss, wie lange die nächste Herausforderung auf sich hätte warten lassen!
Wir haben mit dir einen genialen Freund und Arbeitskollegen verloren. Immer gut gelaunt, ausgeglichen und entspannt, was auch immer auf dich zukam!
Gleichzeitig war dein Tod eine grosses Ausrufezeichen an uns alle. Ein durch Alkohol getrübter Geist hat hinterm Steuer oder Mopedlenker nichts zu suchen! Zu viele Unfälle, beinahe alle, die ich kenne hats damit erwischt. Sie sind mit Kratzer oder kleinen Brüchen davongekommen, doch ich glaube dein Tod hat uns die Augen weit geöffnet, es künftig zu lassen!
Du findest immer wieder einen Weg in mein Bewusstsein Serm, ich denke viel an dich, die schönen Momente zusammen und oft zauberst du ein Lächeln auf meine Lippen. Du warst unvergleichlich!

Ruhe in Frieden Serm! Ich hoffe deine Frau und Tochter können weiter auf ein grosses Netzwerk zählen und werden dir verzeihen, dass du sie über Nacht alleine zurückgelassen hast.

Time to say goodbye

Zu Krabi und dem Süden Thailands

Nachdem sich seit Oktober ein 14h Tag an den anderen gereiht hatte, neben Arbeit und Schlafen nicht mehr viel ging, hab ich jetzt wieder Zeit zum Relaxen. Die Hochsaison hat mir alles abgefordert, auch wenn sie fürs Tauchgeschäft nicht wirklich berauschend ausfiel. Im November, Dezember und Januar waren 15 Tage nonstop Arbeits-Exzesse die Regel. In meinen zwei Wochen Urlaub im Februar hielten meine Gäste mein Tempo hoch, das erst Ende März mit Wetterbedingungen, die uns eine Zwangspause auferlegten einbrach. Seit Ralf als letzter wieder in die Schweiz geflogen ist, begann sich eine leichte Wehmut einzuschleichen, die ich vorher nicht gekannt hatte.
Die Arbeit machte nicht mehr denselben Spass und mein Elan liess spürbar nach.. Es war denn auch ne Erleichterung, Anfang Mai meine Tauchklamotten zum trocknen aufzuhängen und meine Tasche zu packen. Just am Ende bester Tauchbedingungen, bevor Krabi einige Tage später von Monsunwinden und Regen heimgesucht wurde. Bedingungen, die bis heute anhalten. Allerdings bin ich denen glücklich über Bangkok in den Norden Thailands entkommen, wo ich jetzt meinen Urlaub vom Urlaubsland Thailand einziehe..

Die letzte Unterwasseraufnahmen vor der Regenzeit:


Samstag, 14. Mai 2011

Die schönsten Tage

aufgehoben im Freundeskreis

Welch eine schöne Wiedervereinigung in meiner Wahlheimat. Leila, Tobi, Ralf und Nelly bei mir zu Gast! Begonnen hatte meine Glückssträhne damit, dass ich nach Bangkok fuhr, um Leila vom Flughafen abzuholen. Nach einigen Tagen in der Metropole reisten wir mit der Bahn in Süden, Krabi entgegen. Zwei wunderbare Wochen später trudelten Ralf, Nelly mit Raila im Bauch, und dann auch Tobi in Krabi ein. So oft in so kurzer Zeit war ich sonst nie am Flughafen, denn alle kamen und gingen sie an verschiedenen Daten..
Endlich war die Gelegenheit da, nicht nur für mich selbst zu erleben, sondern meine Eindrücke und Erfahrungen weiterzugeben und mit meinen Freunden zu teilen. Gemeinsam machten wir Märkte unsicher, assen in meinen Lieblingsrestaurants, eroberten Tempel und Wohnpaläste in Railay. Und Ralf verfiel der Faszination des Tauchens. Es war meine beste Zeit und eine wunderschöne Erfahrung, die vier an meinem Leben teilhaben und sie eine Fülle an Eindrücken mitnehmen zu lassen.


Hier einige Impressionen:



Mittwoch, 11. Mai 2011

Abtauchen

Pro und Kontra zum Aufenthalt unter Wasser

Wenn Leute in Tauchshop reinlaufen und mich mit ihren Heldentaten aus vergangenen Tagen belabern, die sie unter Wasser vollbracht hätten, kann ich nur verständnislos den Kopf schütteln.
Mit komprimierter Atemluft viel tiefer als dreissig Meter zu tauchen ist einfach Schwachsinn, da ab 30m der Stickstoff durch den Umgebungsdruck narkotisch zu wirken beginnt. Beeindruckend, was bereits alles gesehen und erlebt wurde..
Unter Wasser sind die Maulhelden jedoch oft blutige Anfänger, die davon abgehalten werden müssen, die Riffe mit Flossen und Händen zu durchackern. Die so sehr mit sich selbst und ihrer Kamera beschäftigt sind, dass sie ohne den Zeigefinger ihres Guides nicht viel mehr als das von ihnen aufgewühlte Wasser und davonstiebende Fische gesehen hätten.

Zum Glück ist das Gross der Kundschaft von Poseidon, meinem Tauchcenter, vom angenehmen Schlag Taucher. Menschen, die Rücksicht nehmen auf die Natur, die Tierwelt und ihre Flossen. Eines meiner Hauptanliegen an meine Gäste, doch selbst wenn alle Taucher so tauchen, leidet die Natur unter dem regen Verkehr unter Wasser. Tiere, auch wenn sie nicht angefasst werden, werden durch den Lärm der Luftblasen gestört, die wir verursachen. Schildkröten und Haie verziehen sich an wenig betauchte Plätze, um ihre Ruhe zu haben. Korallenstöcke werden doch immer mal wieder gestreift und beschädigt. Es werden hunderte Liter Diesel pro Tag verbrannt, um die Schiffe aus den Häfen an die Tauchplätze zu fahren. Ein durchschnittliches Tauchboot frisst 90l pro Betriebsstunde. Durch die Wasserkühlung der Motoren gelangt Öl und Treibstoff ins Meer, der Film auf dem Wasser der sich bildet, wenn die Boote still stehen, ist unübersehbar.

Doch..
die Tauchindustrie birgt auch positive Seiten. Sie betreibt aktiven Umweltschutz durch Aufklärung, Säuberungsaktionen und hält die Fischerflotten von den Riffen fern. Die Reussen, die verfangenen Netze an und über den Riffen und vereinzelt Scubataucher mit Harpunen sprechen eine deutliche Sprache, was die lokale Bevölkerung von den Gesetzen zum Schutz ihrer Nationalparks hält.
Abgesehen davon registrieren Umweltschützer, Wissenschaftler und die betroffenen Nationen eine viel gravierenderes Phänomen: neben der massiven Überfischung der Hai-, Wal-, Thunfisch und den meisten anderen Fischbeständen, die das Gleichgewicht an den Riffen bereits empfindlich durcheinanderbringen, sterben die Korallen durch die hohen Wassertemperaturen. Durchschnittliche 26-28° Celsius Wassertemperatur bekommt den Korallenriffen. Durch das Wetterphänomen El Nina wird durch den Wind warmes Wasser über den Pazifik nach Südostasien getrieben, was die Wassertemperatur im April und Mai über 30° schnellen lässt. 31° mass mein Tauchcomputer bei meinem letzten Tauchgang..

allerdings brachte ein Jucken im Zeigefinger auch erfreuliche Ergebnisse aus der Tiefe. Ein Artenreichtum an Schnecken, wie er nur unter Wasser zu finden sind: